Wer kennt sie nicht, die Marke mit den drei Streifen. Auch dieses Jahr wird Adidas wieder verstärkt in den Vordergrund treten: dank der Trikots für die deutsche Nationalmannschaft zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika.
Bereits Anfang der Zwanziger Jahre haben die Brüder Adolf und Rudolf Dassler begonnen, Schuhe für Sportler herzustellen. Gegründet wurde Adidas 1949 von ersterem, der durch seine Lehre als Schuhmacher das nötige handwerkliche Geschick aufwies. Der Name rührt von der Zusammenstellung aus seinem Spitznamen „Adi“ und den ersten drei Buchstaben seines Nachnamens her. Der Geschäftsmann der beiden war Rudolf, der deshalb auch in die Rolle des Geschäftsführers schlüpfte. Doch schon wenige Jahre nach der weltweiten Bekanntmachung der Marke Adidas durch den Sieg der Deutschen bei der Fußballweltmeisterschaft in Bern 1954, gipfelten die anhaltenden Streitigkeiten der Brüder in der Kündigung von Rudolf Dassler, der in Folge dessen das Konkurrenzunternehmen Puma gründete.
Mittlerweile hat die Bandbreite des Angebots die reine Produktion von Sportschuhen Schon überschritten. Mit steigender Popularität stellte Adidas auch Sportartikel her, wie den legendären Fußball, ab 1967 kam in Kooperation mit Le Coq Sportif auch noch Sportbekleidung hinzu.
Die Wende
Im Jahre 1978 verstarb Adolf Dassler und hinterließ das Unternehmen seinen Erben. Das Geschäft verlief allerdings eher schleppend. 1990 wurden aus diesem Grun 80 Prozent der Firmenanteile an den familienexternen und umstrittenen Unternehmer Bernard Tapie verkauft. Bereits vier Jahre später, in Folge Tapies Insolvenz, übernahm Robert Louis-Dreyfus den kränkelnden Konzern. Unter dessen Führung übernahm Adidas verschiedene kleine Sportwarenhersteller, die mehr oder weniger zum Erfolg beitrugen. Erst die Vereinnahmung Reeboks zeigte sich als gute Strategie, da dieser, im Gegensatz zu Europa, in Amerika den Großteil des Marktes für Sportschuhe einnahm. Trotz alledem zeigt sich Reebok aber auch als finanzielle Belastung für die Aktiengesellschaft, die mehr in die Sanierung und Umstrukturierung der Werbestrategie investieren musste, als gedacht.
Der Umsatz Adidas’ hat sich, im Gegensatz zum Gewinn, in den letzten neun Jahren jedoch kontinuierlich gesteigert. An diesem Trend halten die Verantwortlichen auch fest und haben vor, Adidas wieder zu der Trendmarke heraufzuheben, die sie in den Achtziger Jahren war. In der Zeit gab es Musikgruppen, die dem Trendschuh Superstar Songs widmeten und auch Madonna förderte den Erfolg des Sortiments, so wie einige Jahre später David Beckham. Zudem sind die Geschäftsführer immer noch mit viel Ehrgeiz dabei, den Dauerkonkurrenten Nike mit einem steigenden Umsatz von circa 12 Milliarden Euro einzuholen.







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